Schlaraffisches Ceremoniale

Schlaraffia Am Werdenfels

Reychsnummer: 298

 

 

Schlaraffisches Ceremoniale

 

Die Gründer der Schlaraffia haben die Szenerie ihrer Treffen verlegt in ein idealisiertes Rittertum. So entstanden sog. Helme, Schärpen, Orden und Ritternamen als Insignien wohlmeinend-persiflierter Weltanschauung.

Die Ritternamen sind Fantasiegebilde und meist kluge Wortspielerein.

Die Sprache in Schlaraffia, egal wo in der Welt, ist deutsch, durchsetzt mit Ausdrücken unseres Schlaraffenlateins, das in der klassischen Vorzeit, dem Mittelalter, der Neuzeit und dem Humor ihrer Schöpfer wurzelt, wie einige Beispiele zeigen:

 

Vereinslokal=Burg

Rednerpult=Rostra

Vortrag=Fechsung

Vereinsabend=Sippung

Auto=Benzinroß

Geld=Mammon

 

Übrigens der schlaraffische Gruß zu jeder Tageszeit, aber auch ein Bravoruf = Lulu.

Die Spielregeln, einheitlich für alle Schlaraffenreyche, sind im Schlaraffen-Spiegel und Ceremoniale festgelegt. Danach nimmt jede Sippung ihren Lauf, gelenkt von einem Oberschlaraffen, dem ein „Hofstaat“ zur Verfügung steht. Dazu gehören Kanzler, Marschall, Junkermeister, Ceremonienmeister, Schatzmeister, Mundschenk, Truchsesse und Hofnarr, um nur einige zu nennen. Und wozu? - Sie sind Rollenträger des schlaraffischen Spiels, Akteure für den Zweck des schlaraffischen Spiels, dieses unterhaltsam, originell und fröhlich werden zu lassen.

Schon die begleitenden Worte des Mundschenks beim Begrüßungstrunk, das Protokoll des Marschalls und der Willkommensspruch des Ceremonienmeisters stimmen auf den Abend ein.